Termine

Kunstverein Kärnten

Genealogie der Dinge

Bis 29. Oktober 2020 (Vernissage 10. September 2020)

Künstlerhaus Klagenfurt

Goethepark 1, 9020 Klagenfurt

            www.kunstvereinkaernten.at

Künstler*innen:

Deichkind,

Sophie Dvořák,

GIFT,

Hanna Kučera,

Yoshinori Niwa,

Pusha Petrov,

Elisabeth von Samsonow,

Manuel Sékou,

Tsai-Ju Wu

kuratiert von Yul Koh, Rebecca Fuxen und Maximilian Gallo

Die gezeigten Positionen hinterfragen die vermeintliche Neutralität der Orte der Dinge. Sie machen Dinge zu Zeug*innen. Wem gehören bzw. gehörten sie? Für wen sprechen sie und wann bleiben sie stumm? Welche Geschichten erzählen sie über sich, Gesellschaften und ihre Perspektiven? Was sagen uns Dinge darüber, wer sprechen kann und darf, wem die Deutungsmacht über und durch Dinge zukommt? Welche Gegenstände werden sichtbar gemacht oder verbleiben in den Archiven? Welches Wissen liegt in den Dingen verborgen?

Zudem befasst sich die Ausstellung mit dem Potential der Dinge. Sie sind nicht als bloße Verweise auf festgeschriebene Bedeutungen zu verstehen, sondern als Potentialitäten, aus denen heraus sich andere Verwendungen, Repräsentationen und Kräfte-Verhältnisse entwickeln können. So können sie in neuen Kontexten ihre Funktionen und Bedeutungen verändern und an Wichtigkeit gewinnen oder verlieren.

Fotohinweis: ©Sophie Dvořák,

Legenden und Projektionen (Of Legends and Projections), 2014/15

bosatlas 1969

Collagen und cut-out Papierobjekte

2020-08-18-KKKK-Genealogie-Druck

2020-06-30-_KKKK-Berge-Freigabe

Mit Bergen den Blick reparieren

Stella Antares (AT)
Oscar Cueto (Mexico)
Gerhard Fresacher (AT)
Eva Funk (AT)
Nina Herzog (AT)
Leon Höllhumer (AT)
Daniel Hosenberg (AT)
Evelina Jonsson (Schweden/Spanien)
Yein Lee (Südkorea)
Meina Schellander (AT)
Patrick Topitschnig (AT)
Chin Tsao (Taiwan)
Eugen Wist (Russland/D)
Gisela Zimmermann (D)

Musikalisches Rahmenprogram:
Pope Sangreta

Kuratiert von Céline Struger



„Klara,“ sagte ich, ist denn nicht neben allden köstlichen Quellen der Poesie und allen Wissens auch die Herrlichkeit dieser Natur, die uns umgiebt (sic), eine solche, ja eine Hauptquelle der Erquickung? Marie kennt diese, warum kann sie nicht mehr daran trinken?“ „Sie hat nie recht daran getrunken,“ meinte Klara, ihr inneres Auge war nie geöffnet für diese Schönheit.“ „Sollte es nicht Krankheiten geben, die auch die geöffneten Augen schließen und die Aufnahme alldieser Erquickungen unmöglich machen könnten, Klara?“ „Nein,“ sagte sie bestimmt; ausgerüstet mit den geweiteten Blicken des Gebildeten, dem alle Quellen des geistigen Lebens geöffnet sind, kann uns ein solches Kranken nicht niederwerfen. …” Versiegt für uns eine Quelle, die uns Kräfte des Lebens zugeführt, so kennen wir tausend andere, daraus wir schöpfen können; wir müssen nicht ermatten, wie das Land, dem der einzige Bach vertrocknet, dessen Wasser es grünen gemacht.

                                                                                                         Johanna Spyri, HEIDI (1880)

Für die Ausstellung „Mit Bergen den Blick reparieren” untersuchen sieben Kärntner und sieben internationale Kunstschaffende die Repräsentation von Landschaft in Medien- und Populärkultur. Ausgehend von Herkunft und individuellen Erfahrungen kann ein und derselbe Ausblick als verheißungsvolles Versprechen oder als politisch motivierte Drohgebärde gedeutet und missbraucht werden. Das Erfahren von Landschaft ist nicht ausschließlich privat, sie stellt ein knappes, kollektives Gut dar. Sie wird universell von wechselnden Interessensgruppen für politische oder wirtschaftliche Agenden okkupiert. Die bildende Manifestation dieser Ideologien tragen jedoch fast ausschließlich Künstlerinnen und Künstler, die den RezipientInnen Raum und Projektionsflächen für individuelle Erinnerungen, Erwartungen und Träume einräumen.


Angesichts der globalen ökologischen Krise stellt die Natur im ersten Drittel des 21. Jahrhunderts das wertvollste Gut der Menschheit dar. Ihre Erhaltung sollte oberste Priorität haben und das nicht nur aus selbstloser ethischer, sondern auch aus individuell-egoistisch ökonomischer Sicht. Doch diese Ausstellung soll sich nicht mit Natur in ihrer Gesamtheit befassen, sondern mit „Landschaft” – einem Konstrukt, das die Menschheit, vor allem auch durch die Kunst getragen, seit tausenden von Jahren in allen Teilen der Welt begleitet.

Die künstlerisch simulierte Landschaft war immer schon ein Ausdruck des Zeitgeists einer bestimmten Epoche, aber auch der individuellen Sehnsucht des Künstlers und der Künstlerin. Bereits auf antiken Fresken wurden stilisierte Ausschnitte eines Naturraums als Untermalung dramatischer Szenen dargestellt.

Im Mittelalter fanden flächige Interpretationen des Paradieses, in der Renaissance perspektivische Gartenansichten Eingang in die Kunstgeschichte. Alle diese Momentaufnahmen hatten eines gemeinsam: Ihnen wohnte einerseits ein dokumentarischer und archivarischer Charakter inne, andererseits bildeten sie aber auch stets eine pessimistisch dystopische oder eine optimistisch utopische Weltsicht ab. Kurz gesagt, Landschaft ist immer ein Kind ihrer Zeit.

Meina Schellander, Wald, Foto©russwurm-photography

Literaturfrühstück im Künstlerhaus am 6. Juni 2020

Foto©russwurm-photography

Samstag, 6. Juni, 11:00 bis 13.30 Uhr zur Ausstellung SCHWEBENDE LINIEN

in Kooperation mit dem Kärntner SchriftstellerInnenverband

Wiedereröffnung des Kunstvereins Kärnten

*** UPDATE: auf Anweisung des Bundeskanzleramts öffnen wir das Künstlerhaus Klagenfurt und die aktuellen Ausstellungen

ab FREITAG, 15. Mai – gleichzeitig mit unserem Café! ***

Die aktuellen Ausstellungen „Schwebende Linien“ und „Life Lines“, deren Vernissage am 12. März leider nicht stattfinden konnte, wurden nun verlängert und sind 

bis inkl. Samstag, 13. Juni zu sehen, bis auf Weiteres mit begrenzten Öffnungszeiten wie folgt:

Di.       13 – 16 

Mi.      13 – 18

Do.     13 – 19

Fr.       13 – 18                    

Sa.      10 – 13                  

Nachdem die beiden Ausstellung im Künstlerhaus Klagenfurt  SCHWEBENDE LINIEN und LIFE LINES (Kleine Galerie) am 16. März 2020 aufgrund der COVID19 Pandemie geschlossen werden mussten, haben wird die Ausstellungsdauer bis inkl. Samstag 13. Juni verlängert, um dem Publikum den Besuch zu ermöglichen.

Oberste Priorität haben nach wie vor die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste sowie unserer MitarbeiterInnen.
Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass für Ihren Ausstellungsbesuch die jetzt geltenden Verordnungen wirksam werden: Abstand halten ist dabei Gebot der Stunde – Platz haben wir in unseren Jugendstilräumlichkeiten genug!

Die BesucherInnenzahl, die sich gleichzeitig in den Galerieräumen aufhalten darf, ist mit zehn Personen begrenzt. Sollten mehr Personen gleichzeitig kommen, besteht die Möglichkeit, im Foyer Platz zu nehmen und abzuwarten.

Einweg-Masken werden gratis zur Verfügung gestellt. 

Als besonderes Angebot

haben wir eine Reihe von künstlerischen Masken, gestaltet von Mitgliedern des Kunstvereins, zum Verkauf in unserem ArtShop neben dem Großen Saal – u.a. von Marianne Bähr, Brigitte Kranz, Marie Lenoble, Ina Loitzl, Wolfgang Grossl. Die Gestaltung ist optisch und inhaltlich sehr breit gefächert, wie aus den Bildern im Anhang ersichtlich – so ist sicher für jeden etwas dabei.

Zusätzlich wird der  „Maskomat“ von Marie Lenoble im Künstlerhaus aufgestellt

Mit diesem Angebot möchten wir auch unsere KünstlerInnen unterstützen.


Wir freuen uns, euch bald wieder im Künstlerhaus begrüßen zu dürfen!
⁠⠀

Marianne Bähr, Schutzmasken
Marie Lenoble, Schutzmasken

______________________________________________________________________________

Coronabedingte Schließung zwischen 16. März und 12. Mai 2020

aufgrund der aktuellen Situation und zum Schutz von Publikum, des Künstlerhaus-Teams sind die Ausstellungen und Veranstaltungen des Kunstverein Kärntens bis inklusive 3. April 2020 abgesagt. Das Künstlerhaus bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Sollte sich die Situation wieder ändern, dann werden wir Sie informieren, über unsere Website, via Facebook sowie per E-Mail-Newsletter-Aussendung.

Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, Sie so bald als möglich wieder im Künstlerhaus begrüßen zu können.

Die AUSSTELLUNG Schwebende Linien hängt derzeit im Künstlerhaus. Der Besuch ist derzeit nicht möglich. Eine Verlängerung und Wiedereröffnung ab Mitte Mai ist geplant.

______________________________________________________________________________

______________________________________________________________________________

Günter Egger, KLEINE GALERIE

______________________________________________________________________________